Beiträge zur Kulturgeschichte der Spielkreisel

Der Kreisel fasziniert die Menschen in aller Welt seit jeher. Nicht nur die Kinder spielen immer wieder gerne damit, auch Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler der verschiedensten Disziplinen beschäftigen sich mit dem Kreisel:  
Die Vergleichende Kulturwissenschaft oder Volkskunde befasst sich viel mit Kinderspielen, in der Ethnologie kommen sie vor, in der Linguistik gibt es Untersuchungen zu den zahlreichen Namen des Kreisels, Pädagogen haben sich mit seiner Bedeutung für die Erziehung oder den Schulunterricht beschäftigt, Theologen und Philosophen haben ihn für Vergleiche herangezogen und in der Literatur sind sie ein Thema.
Grund genug, die Geschichte, Nutzung und Bedeutung der Kreisel genauer zu erforschen. Hier ein kleiner Einblick in die Arbeiten des Instituts für Kreiselforschung:

Die neusten Beiträge


  • Knopfkreisel

    In der älteren volkskundlichen Literatur wird mehrfach erwähnt, dass die Kinder Kreisel bastelten, indem sie ein Hölzchen in das mittlere Loch eines Knopfes stecken und so einen einfachen Fingerkreisel herstellten. Gab es denn Knöpfe mit einem Loch in der Mitte? Heutige Knöpfe haben in der Mitte kein Loch!


  • Scheibenhopser

    Manche Peitschenkreisel können bei einem gut gezielten Schlag erstaunlich weite und hohe Sprünge machen. Manchmal landeten sie dabei in einer Fensterscheibe.


  • Der himmlische Kreisel

    In den 1920er Jahren sind in Hamburg legendäre Künstlerfeste gefeiert worden. Die Feste wurden im Curio-Haus gefeiert, im Jahr 1922 unter dem Titel „Der Himmlische Kreisel“. Die Räume waren aufwendig geschmückt und die „Astrale Tanzschau“ hat die Gäste unterhalten.


  • Kreisel-Witze 

    Es gibt ein paar Witze, die sich um den Kreisel drehen.


  • Yo-Yo-Kreisel

    Manchmal ist ein Jo-Jo auch ein Kreisel oder ein Kreisel ist gleichzeitig ein Jo-Jo. Solche Kombinationsspielzeuge hießen dann gern mal Twin oder Gemini (Zwilling). Angeblich wurde dieses Spielzeug schon im 19. Jahrhundert hergestellt, in den 50er Jahren gibt es das dann aus Kunststoff.  


  • Inverte, et avertes

    Eine Hand kommt aus der Wolke, die eine Maske hält, drei Kinder, die wegrennen und übereinander stolpern, während die drei anderen ruhig dabeistehen, verschiedene Kreisel im Vordergrund – was hat das alles zu bedeuten?


  • Kreisel, Leben, Herz und Hirsch

    Während der Peitschenkreisel in der Emblem-Literatur als Bild für den Menschen gebraucht wurde, der ohne die Schläge des Schicksals faul und gottlos wird, dient der Wurfkreisel als Anlass, über Leben und Tod nachzudenken. 


  • Tippe Top 

    Der Tippe Top (Stehauf-Kreisel oder Wendekreisel) ist nicht nur ein beliebtes Spielzeug, sondern hat auch immer wieder die Physiker fasziniert.


  • Gottes Peitsche

    Die Emblem-Literatur war in den Niederlanden im 17. Jahrhundert besonders beliebt. Mit einem Motto, einem Bild und einem Sinngedicht versuchten die Autoren, insbesondere ethisch-moralische Ansichten zu verbreiten. Dabei werden der Kreisel und Peitsche als Symbol benutzt, um dem Unglück einen Sinn zu geben und die Menschen zu gottesfürchtigen Verhalten anzuhalten: „Ohne Schläge des Schicksals wird…


  • lebendig – tanzend – schlafend – tot 

    Wenn ein Kreisel in Bewegung gesetzt wird, wird aus den einfachen Stück Holz etwas Anderes, etwas Lebendiges, Tanzendes, gar ein Wundertier: „aber was für ein ganz anderer Gegenstand ist er, wenn er tanzt!“


  • Kreisel, Kräusel, Kruisel, Küsel

    Heißt der Kreisel Kreisel, weil er sich im Kreis dreht? Diese naheliegende Erklärung hat zwar etwas mit dem Namen zu tun, aber der Ursprung ist ein anderer. Eine ältere Bezeichung ist Krüsel oder Kräusel, was eher mit kraus und kräuseln zu tun hat.


  • Für den Körper wohltätig

    Pädagogen haben sich immer wieder mit dem Kreisel beschäftigt und den Wert dieses Spielzeugs für die körperliche Bewegung und die Bildung des Charakters hervorgehoben.